Taijiquan ist eine innere Kampfkunst und sollte auch als solche betrieben werden.

Betreibt man Taijiquan ausschließlich unter gesundheitlichen Aspekten wird man nie den vollen Nutzen dieser Kunst erhalten. Durch das Unterrichten des Taijiquan ohne einen Bezug zu den Kampfkünsten, verlieren die Bewegungen ihren Sinn und man verhindert bzw. behindert die Kultivierung des Qi.

Erst wenn sich der Übende unter den einzelnen Bewegungen die Anwendungen vorstellen kann, hat er die Möglichkeit sein Yi (意) die Aufmerksamkeit/ sein Vorstellungsvermögen zu schulen. Sobald sein Yi (意) geschult ist kann sein Qi ( 氣) fließen, was wiederum die Voraussetzung zur Entwicklung des Jin( 勁) ist.

Jin ist fundamental für den Nutzen des Taijiquans als Kampfkunst. Qi und Yi wiederum sind fundamental für die innere Übung des Taijiquan.

Eins sollte aber nicht vergessen werden, dass Taijiquan eine der am schwierigsten zu erlernenen Kampfkünste ist. 

In China heisst es: Übe ein Jahr  beinen äußeren Stil und du bist fähig dich damit zu verteidigen, übst du Taijiquan brauchst du mindestens 10 Jahre um dich effektiv verteidigen zu können.

Dafür hat man aber den Vorteil, diese Kampfkunst bis ins hohe Alter ausüben zu können und seine Gesundheit zu erhalten und seine Selbstverteidigungsfähigkeit mit dem Alter sogar zu steigern.